Das Devon
Zeugen der Evolution

Das Devon - Namensgebung

Namensgeber für das Devon ist die Grafschaft Devonshire in Südwest-England.

Geprägt wurde dieser Name im Jahre 1839 von Adam Sedgwick und Roderick Murchison.

Rekonstruktion Unterwasserszene
Abb.1 Unterwasserszene im Devon

Aussehen der Erde

Die Erde im Devon
Abb.2 Die Erde im Devon

Diese Karte zeigt die Erde vor ca 390 Mio. Jahren.

Die Ozeane schlossen sich und es bildete sich ein "Vor-Pangea".

Stratigraphie

Äon Era System Serie Stufe
Phanerozoikum Palaeozoikum Devon Oberes Devon Famennian
Frasnian
Mittleres Devon Givetian
Eifelian
Unteres Devon Emsian
Pragian
Lochkovian

Tierwelt

Das Devon ist das Zeitalter der Fische und der Besiedelung des Landes.

Die Entfaltung der Fische stellt sich explosionsartig dar. Es können 3 große Gruppen unterschieden werden.

Die Panzerfische

Das waren z.T. sehr große, vorne mit einem festen Knochenpanzer eingehüllte und hinten mit Schuppen bedeckte Fische.

Lebensbild eines Panzerfisches
Abb.3 Lebensbild eines Panzerfisches

Die Knorpelfische

Wichtigste Vertreter sind Haie und Rochen, die auch heute noch zahlreich die Meere bevölkern. Von diesen Tieren sind meist nur die Zähne fossil erhalten, da das Skelett knorpelartig war, und somit leicht aufgelöst werden konnte.

Die Knochenfische

Dazu zählen die Strahlenflosser, die unsere modernen Fische darstellen, die Lungenfische sowie die Quastenflosser. Zum Teil atmeten diese Fische durch Lungen und gelten so als Brückentier zwischen Fischen und Amphibien. Die dicken und fleischigen Flossen unterstreichen dies. Der Quastenflosser gilt als lebendes Fossil, da man 1938 im madagassischen Meer die noch lebenden Verwandten dieser urtümlichen Fischart entdeckte.

Quastenflosser
Abb.4 Quastenflosser in seiner natürlichen Umgebung

Die Trilobiten stechen mit insektenähnlichen, hochentwickelten Facettenaugen sowie z.T. sonderbare Formen hervor.
Phacops rana africanaca
Dicranurus monstrosus
Abb.5 Grossaufname des Auges eines
Phacops rana africanaca.
ca 370 Mio. Jahre
Marokko
Abb.6 Dicranurus monstrosus (Nachbildung)
ca. 395 Mio. Jahre
Atlas Mountains
Marokko

Aus kleinen Kopffüßern (Bactriten) entstanden und entwickelten sich die späteren Ammoniten und Belemniten.

Eine wichtige Fundstelle des Devons ist in Bundenbach, Hunsrück. Dort werden viele Seesterne, Trilobiten, Seelilien und andere Meerestiere in aussergewöhnlicher Erhaltung gefunden. So war es zum ersten Mal möglich den Verdauungstrakt eines Trilobiten zu untersuchen.
Urastrella asperula
Abb.7 Urastrella asperula, Bundenbach ca. 380 Mio. Jahre
Pacops sp.
Abb.8 Pacops sp. 380 Mio. Jahre Bundenbach, Deutschland


Auf dem Land fand die erste - dauerhafte - Besiedelung durch Tiere statt. Man hat Fossilien flügelloser Insekten und Skorpionen gefunden. Im oberen Devon traten erste Amphibien auf, so z.B. der Ichtyostega. Dieser wird als Brückentier zwischen Fischen und Amphibien verstanden.

Rekonstruktion von Ichtyostega
Abb.9 Rekonstruktion von Ichtyostega

Pflanzenwelt

Das Devon ist ebebfalls der Beginn der weiträumigen Besidelung des Festlandes durch Pflanzen. Da es zu dieser Zeit noch keine größeren Pflanzenfresser gab breiteten sich große Wälder aus. Moose, Urfarne, Bärlappgewächse und auch die Vorläufer der Nacktsamer (Nadelgewächse) waren zu finden. Auch entstanden gegen Ende des Devons die ersten Samenpflanzen. Die ältesten uns bekannten Kohlevorkommen stammen aus dieser Zeit.

Sonstiges

Das Devon beginnt vor ca. 416 Mio. Jahren, und endet vor ca. 359,2 Mio. Jahren.
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Bildquellen:

  • Abb.1: Univerity of Michigan, USA
  • Abb.2: Paleomap Project, Christoper R. Scotese, http://www.scotese.com/
  • Abb.3: Entwicklung des Lebens, Jaeger, 19XX
  • Abb.4: Herkunft unbekannt (Internet)
  • Abb.5: Martin Sauter
  • Abb.6: Martin Sauter
  • Abb.7: Martin Sauter
  • Abb.8: Martin Sauter
  • Abb.9: Herkunft unbekannt (Internet)
Rechtlicher Hinweis: Die Urheberrechte des Bildmaterials liegen bei den jeweiligen Besitzern der Rechte. Bilder und Texte von mir dürfen unter Angabe meiner Seite und Namen im privaten Rahmen weiterverwendet werden.
© 2010 www.sauti.de

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