Der Jura - Namensgebung
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Der Begriff Jura wurde zunächst nur auf eine Gesteinsschicht bezogen, die auf den Trias-Schichten in den Juragebirgen Europas lag.
1795 wurde der Name Jura von Alexander von Humboldt eingeführt, 1829 von Alexandre Brongniart als Systembezeichnung erweitert.
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Abb.1 Unterwasserszene im mittleren Jura |
Aussehen der Erde
Abb.2 Die Erde im Jura |
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Diese Karte zeigt die Erde vor ca 152 Mio. Jahren.
Pangea begann in der Mitte des Juras langsam auseinanderzubrechen. Ebenfalls spaltete sich Ost Gondwana vom westlichen Teil ab.
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Stratigraphie
| Äon |
Era |
System |
Serie |
Stufe |
| Phanerozoikum |
Mesozoikum |
Jura |
Oberes Jura |
Tithonian |
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Kimmeridgian |
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Oxfordian |
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Mittleres Jura |
Callovian |
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Bathonian |
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Bajocian |
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Aalenian |
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Unteres Jura |
Toarcian |
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Pliensbachian |
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Sinemurian |
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Hettangian |
Tierwelt
Im Jura erschienen die ersten Vögel, welche vermutlich aus Coelurosaurischen Vorfahren entstanden sind, wobei jedoch die Flugsaurier die Lüfte beherrschten.
Neben einer sehr vielfältigen Krebs- und Fischwelt wurde in Solnhofen auch der Archaeopteryx lithopraphia im 18 Jahrhundert gefunden. Dieser gilt als Bindeglied zwischen Sauriern und Vögel. Der neueste Fund von 1992 , der Archaeopteryx bavarica hat zwar die Verwandschaft zwischen diesem Tier und den Vögeln bestätigt, wurde doch das erste mal ein Brustbein nachgewiesen, allerdings sehen viele Wissenschaftler Archaeopteryx mittlerweilen in einem eigenen ,ausgestorbenen, Stamm.
Näheres zu Solnhofen auf meiner Webseite: Solnhofen - Eine weltbekannte Fossillagerstätte
Viele der Fossilien die uns erhalten sind, zeigen Tiere, die in ihrem Körperbau bzw. -form den heute existierenden Spezies sehr ähnlich sind (z.B. Pfeilschwanzkrebs Limulus).
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Abb. 3 Mesolimulus walchi
ca 144 Mio. Jahre
Solnhofen, Deutschland |
Abb. 4 Heutiger Pfeilschwanzkrebs Limulus |
An Land entwickelten sich die Reptilien in unglaublicher Fülle, besonders der Zweig der Sauromorphen, der die eigentlichen Saurier umfaßte. Die Nachfahren der Theromorphen, die Säugetiere, fristeten ein eher untergeordnetes Dasein.
Die wohl bekanntesten Meeresbewohner waren die Fischsaurier (Ichtyosaurier), die neben den Plesiosauriern und den Meereskrokodilen die marine Tierwelt bestimmten.
Abb. 5 Rückenwirbel eines Ichtyosaurier
ca. 170 Mio. Jahre
Holzmaden, Deutschland
Ebenfalls in den Meeren vorherrschend waren Cephalopoden - Verwandte der Tintenfische. Sie hatten alle große spiralförmige Gehäuse wie die Ammoniten.
Viele der Fossilien die uns erhalten sind, zeigen Tiere, die in ihrem Körperbau bzw. -form den heute existierenden Spezies sehr ähnlich sind (z.B. Pfeilschwanzkrebs Limulus).
Pflanzenwelt
Im Pflanzeneich ist die Entwicklung der Palmfarne (Cycadales) zu nennen. Diese reicht zwar zurück bis ins frühe Perm, im Jura aber entwickelten sie ihre größte Artenvielfalt. Sie gehören zu den Nacktsamern, genau wie die Nadelbäume. Erst 1896 entdeckten japanische Wissenschaftler, das der Pollenschlauch der Palmfarne bewegliche Spermazellen entläßt. Dieses sehr ursprüngliche, an die Farne erinnernde Merkmal hat sich innerhalb der Samenpflanzen sonst nur noch bei einem weiteren „lebenden Fossil“ erhalten, dem Ginko-Baum (Ginko biloba).
Sonstiges
Das Jura beginnt vor ca. 199,6 Mio. Jahren, und endet vor ca. 145,5 Mio. Jahren.
Bildquellen:
- Abb.1: Herkunft unbekannt (Internet)
- Abb.2: Paleomap Project, Christoper R. Scotese, http://www.scotese.com/
- Abb.3: Martin Sauter
- Abb.4: Herkunft unbekannt (Internet)
- Abb.5: Herkunft unbekannt (Internet)
- Abb.6: Dr. F. Krantz, Rheinisches Mineralien-Kontor, http://www.krantz-online.de/
- Abb.7: Martin Sauter
- Abb.8: Krisen der Evolution, Steven M. Stanley, Spektrum d. Wissenschaft, 1989
- Abb.9: Martin Sauter
Rechtlicher Hinweis: Die Urheberrechte des Bildmaterials liegen bei den jeweiligen Besitzern der Rechte. Bilder und Texte von mir dürfen unter Angabe meiner Seite und Namen im privaten Rahmen weiterverwendet werden.
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