Fossilien - Zeugen der Evolution
 

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 Pleuroceras spec. Unterstürming bei Forchheim ca. 170 Mio. Jahre

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Das Kambrium


Abb.1 Rekonstruktion frühkambrische Küste

Der Name stammt von den kambrischen Bergen in Nord-Wales (Cambria = römischer Name für das nördliche Wales)
 

Abb.2 Die Erde im Kambrium
Diese Karte zeigt die Erde vor ca 510 Mio. Jahren,
Der Superkontinent Gondwana hat sich gerade
gebildet und liegt in der Nähe des Südpols.

Stratigraphie

Entgegen der landläufigen Meinung waren am Anfang des Kambriums viele der wichtigsten Tierstämme schon vorhanden. Das man trotzdem von der Kambrischen Explosion spricht rührt wohl hauptsächlich daher das viele Lebewesen ein Aussenskelett (Exoskellet) bildeten, welches weit aus bessere Vorraussetzungen bot, bis heute überliefert zu werden.
 
Im Tommotium, dem frühestem Kambrium kommt es zu diesen ersten Skelettbildungen. Die sogenannte Tommotian Fauna, oder auch "Small Shelly Fauna", also kleinschalige Fauna erscheint. Diese Fossilien sind zum grössten Teil immer noch rätselhaft, und so sind Rekonstruktionen zum Teil rein hypotetisch. Eine Ausname bildet dabei Microdictyon. Von diesem Tier waren nur die runden mit einem rautenartigen Muster überzogenen schildähnlichen Skleriten bekannt, bis in China in der Chengjiang Fauna ein komplettes Fossil gefunden wurde, das zeigte das diese Skleriten als eine Art Panzer für dieses Tier dienten.

Abb.3 REM Aufnahme von Latouchella und Lenargyrion, darunter Rekonstruktion von Microdictyon

Die Entdeckung der nach der Fundstelle benannte Burgess Shale Fauna im Jahre 1909 von Charles D. Walcott in Kanada liess erste Erkenntnisse über das weitere frühe Kambrische Leben zu, da dort auch Weichteile erhalten blieben.

Nähere Informationen zu Burgess Shale im Special: Burgess Shale - Ein Fenster ins Kambrium.
 

Abb.4 Marrella splendens, ca. 540 Mio. Jahre, Burgess Shale

Abb.5 Einige Tiere aus dem Burgess Shale
Pikaia, Marella und Anomalocaris (v. Links)

Durch Funde wie die aus Chengjiang (China) und die Orsten Fauna aus Schweden ist es gesichert, das die Fauna weitaus reicher an Formen ist als bislang angenommen. Auch die ersten Vorläufer der Wirbeltiere haben bereits existiert. Unter anderem auch die nach dem benachbarten Mount Pika - "Pikaia" getaufte Spezies aus der Burgess Shale Fauna sowie das "Urfischchen" Haikouella aus Chengjiang (China), das einer der wichtigsten Funde zur Evolution der Wirbeltiere darstellt.
 


Abb. 6 Weichteilerhaltung bei einem Wurm,
Chengjiang (China), ca. 530 Mio. Jahre

 

Abb. 7 Lebensnahe Darstellung von Pikaia
aus der Burgess Shale Fauna

Abb. 8 Rekonstrukion "Urfischchen" Haikouella
aus Chengjiang (China)

Die bekanntesten Fossilien aber sind die Trilobiten , die z.T. noch sehr primitiv waren, jedoch am Ende des Kambriums schon sehr weiterentwickelt scheinen. Sie sind als Vertreter der Arthropoden (Gliedertiere) mit die am besten studierten paläontologischen Organismen.

Nähere Informationen im Special: Trilobiten.

Abb. 9 Peronopsis interstrictusca
ca. 550 Mio. Jahre Utah/USA
Abb. 10 Vergrösserung eines
Peronopsis interstrictusca.


Abb. 11 Agrulos ceticephalusca.
ca. 550 Mio. Jahre aus
Skreje, Böhmen

Das Leben war ausschliesslich auf das Wasser beschränkt. Es entwickelte sich eine fast unüberschaubare Artenvielfalt. Die ersten Muscheln, Schnecken, Kopffüßer, Korallen und Schwämme erschienen. Ebenso entwickelten sich Beutelstrahler, das sind in kalkige Platten eingeschlossene gestielte Stachelhäuter, ferner Brachiopoden wie die Gattung Lingula, welche bis heute fast unverändert im Meer anzutreffen ist.

Ebenso wichtig sind die Graphtoliten, die wie der Name schon sagt, wie "Buchstaben" im Gestein aussehen können. Dies waren kleine Tiere die in Kolonien wohnten und deren Aussenskelette uns erhalten geblieben sind.
 

Abb. 12 Dictyonema flabelliforme,
ca. 500 Mio. Jahre, Oslo/Norwegen.




Das Kambrium endete vor ca. 495 Mio. Jahren.

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Bildquellen:

Abb.1: University of Michigan, USA
Abb.2: Paleomap Project, Christoper R. Scotese, http://www.scotese.com/
Abb.3: Zusammengestellt aus diversen Quellen
Abb.4: Herkunft unbekannt (Internet)
Abb.5: Die Entstehung des Lebens, http://www.imax-wien.at/schulinfo/geheimnisse
Abb.6: Martin Sauter
Abb.7: Herkunft unbekannt (Internet)
Abb.8: Herkunft unbekannt (Internet)
Abb.9 bis 12: Martin Sauter

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