Das Neogen / Paläogen - Namensgebung
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Früher wurden das Neogen und das Paläogen als Tertiär bezeichnet. Die Namen Neogen sowie auch Paläogen sind seit 2008 verbindlich.
Der Begriff Neogen stammt vom Paläontologen Moriz Hoernes, welcher diesen Begriff Mitte des 19. Jahrhunderts prägte
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Abb.1 Szene aus dem Neogen / Paläogen |
Aussehen der Erde
Abb.2 Die Erde im Neogen / Paläogen |
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Diese Karte zeigt die Erde vor ca 50 Mio. Jahren.
Indien begann mit Asien zu kollidieren, und formte so das Tibetanische Hochland und den Himalaya. Australien, das mit der Antarktis verbunden war wanderte nach Norden.
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Stratigraphie
| Äon |
Era |
System |
Serie |
Stufe |
| Phanerozoikum |
Cenozoikum |
Neogen |
Pliozän |
Piacenzian |
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Zanclean |
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Miozän |
Messinian |
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Tortonian |
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Serravallian |
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Langhian |
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Burdigalian |
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Aquitanian |
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Paleogene |
Oligozän |
Chattian |
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Rupelian |
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Eozän |
Priabonian |
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Bartonian |
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Lutetian |
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Ypresian |
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Paleozän |
Thanetian |
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Selandian |
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Danian |
Tierwelt
Die ältesten Fossilien der meisten Ordnungen der modernen Säugetiere stammen aus dem frühen Eozän. Diese Tiere waren alle klein und wogen unter 10 kg. Beide Gruppen der modernen Huftiere, die Paarhufer und Unpaarhufer wurden zu den beherrschenden Säugetieren dieser Ära. Man findet sie in Nordamerika wie in Europa und Asien.
Abb.3 Unterkieferfragment von Prolagus oeningenissca
(ein Hasenähnliches Säugetier)
ca. 20 Mio. Jahre Foggia, Gargano/Italien
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Abb.4 Vogelfeder und Blattrest Unbestimmt
ca. 35 Mio. Jahre, Cereste, Frankreich
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Viele moderne Ordnungen der Säugetiere haben sich allerdings nach neuesten Vergleichen von 658 Genen aus 207 Wirbeltieren schon vor 100 Mio. Jahren in der Kreide nach der Auftrennung der Kontinente gebildet, und konnten nach dem Aussterben der Dinosaurier die freiwerdenden ökologischen Nieschen besetzen.
Im späten Eozän und im Oligozän herrschte mildes Klima und viele Regionen hatten subtropische Bedingungen. Graslandschaften breiteten sich aus und Wälder verschwanden. In Deutschland dominierten warme sumpfige Gegenden. Davon zeugt die Grube Messel, das erste UNESCO Welt Naturerbe Deutschlands. Dort werden wunderschöne Fossilien aus dem späten Eozän gefunden.
Abb.5 Logo der Grube Messel
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Abb.6 Amia kehreri (Schlammfisch)
ca. 49 Mio. Jahre, Messel, Deutschland
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Viele neue Tiere erschienen: Schweine, Katzen, Flußpferde, Tapire und Fledermäuse. In Nordamerika waren im Oligozän die Oreodonten wohl die erfolgreichsten Säugetiere.
Als Wirbellose findet man Amöben, Insekten und Spinnentiere. Letztere zwei findet man heute oft in fossilem Harz also in Bernstein.
Abb.7 Mikroskopaufnahme eines
in Bernstein eingeschlossenen
Insektes, non det.
Die im Miozän verbreiteten Säugetiere waren sehr modern und ca. die Hälfte der heutigen Familien existierten schon. Man findet Kamele, Füchse, Biber und Vorfahren der Pferde. Die ersten Hunde und Bären tauchten auf. Auch traten die ersten Hyänen und Säbelzahnkatzen auf, primitive Antilopen, Hirsche und frühe Giraffen streiften in der Savanne umher.
Abb.8 Lebensbild einer Säbelzahnkatze
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Abb.9 Darstellung des Schädels
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Dazu gesellten sich frühe Formen der Elefanten in Eurasien. Im frühen Pliozän gab es zwischen Spanien und China eine relativ homogene Tierwelt. Verschiedene Elefantenartige wie das Mastodon breiteten sich aus.
In Nordamerika starben die Rhinozerosse wieder aus, dagegen waren Kamele und Pferde sehr verbreitet. Frösche, Ratten, Mäuse, Schlangen und Singvögel hatten eine enorme Ausbreitung, genauso wie die Unpaarhufer (Rinder, Schafe usw.).
Die erste menschenähnliche Spezies, der Australopithecos ramidus entstand im späten Pliozän.
Abb.10 Stammbaum des Menschen
Pflanzenwelt
Die Pflanzenwelt gleicht weitgehend der heutigen Flora, einzig die Gräser sind neu entstanden. Die Blütenpflanzen haben sich weiterentwickelt.
Die am Anfang des Paläogens entstandenen tropischen Vegetationsformen wurden später in Richtung der Äquators verdrängt,
vorherrschend waren in den nördlichen Breiten dann Steppen.
Sonstiges
Das Neogen / Paläogen beginnt vor ca. 65,5 Mio. Jahren, und endet vor ca. 2,588 Mio. Jahren.
Bildquellen:
- Abb.1: American Museum of Natural History, USA
- Abb.2: Paleomap Project, Christoper R. Scotese, http://www.scotese.com/
- Abb.3: Martin Sauter
- Abb.4: Martin Sauter
- Abb.5: Herkunft unbekannt (Internet)
- Abb.6: Martin Sauter
- Abb.7: Martin Sauter
- Abb.8: Herkunft unbekannt (Internet)
- Abb.9: Herkunft unbekannt (Internet)
- Abb.10: Martin Sauter
Rechtlicher Hinweis: Die Urheberrechte des Bildmaterials liegen bei den jeweiligen Besitzern der Rechte. Bilder und Texte von mir dürfen unter Angabe meiner Seite und Namen im privaten Rahmen weiterverwendet werden.
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