Das Perm
Zeugen der Evolution

Das Perm - Namensgebung

Früher nannte man das Perm "Dyas", also die zweigeteilte Zeit, weil es zwei gänzlich unterschiedliche Gesteinsschichten enthält. Unten das Rotliegende, darüber der Zechstein. Der Name stammt von der Stadt Perm am Westabhang den Urals.

Roderick Murchison definierte 1841 diese Bezeichnung.

Uferszene im Perm
Abb1. Uferszene im Perm

Aussehen der Erde

Die Erde im Perm
Abb.2 Die Erde im Perm

Diese Karte zeigt die Erde vor ca 255 Mio. Jahren.

Grosse Wüsten überzogen West Pangea wärend des Perms.

Stratigraphie

Äon Era System Serie Stufe
Phanerozoikum Palaeozoikum Perm Lopingian Changhsingian
Wuchiapingian
Guadalupian Capitanian
Wordian
Roadian
Cisuralian Kungurian
Artinskian
Sakmarian
Asselian

Tierwelt

Die Wirbeltiere entwickelten sich in zwei Richtungen. Die amphibischen Panzerlurche blieben an das Wasser gebunden, wogegen sich die Reptilien unabhängig vom Wasser zeigten.

Discosauriscus potamitesca
Darstellung des Schädels
Abb.3 Discosauriscus potamitesca
ca. 270 Mio. Jahre
Boskovice, Mähren
Abb.4 Schematische Darstellung
des Schädels

Reptilien (Synapside, gekennzeichnet durch 2 Schädelfenster) waren im frühen Perm die dominierende Gruppe. Einige hatten am Rücken ein mehr oder weniger große Segel gebildet aus Fortsätzen der Wirbelsäule. Wahrscheinlich diente dieses als Wärmetauscher, aber auch andere Erklärungen sind möglich, so z.B. als Abschreckung gegenüber Fressfeinden.

Später entwickelten sich sogenannte Therapside die die primitiveren Synapsiden verdrängten. Diese kann man in Dicynodonten (Pflanzenfresser) und die Cynodonten (Fleischfressern) untergliedern. Gerade die Cynodonten werden als säugetierähnlich beschrieben.

Kennzeichnend für das marine Leben im Perm waren die zahlreichen z.T. sehr großen Ammoniten. Brachiopoden brachten korallenartige Formen hervor. Und sogar einzellige Formen nahmen riesige Ausmasse an, so konnten z.B. Foraminiferen bis zu 5 cm groß werden. Bei den Fischen sind die sogenannten Schmelzschupper zu nennen, da diese sehr oft fossil gefunden werden, und aufgrund ihres dicken Schuppenkleides sehr auffällig sind.

Agrulos ceticephalusca
Abb.5 Amblypterus sp.
Klauswaldhorizont, Rotliegendes
Odernheim, Pfalz


Vor ca. 248 Millionen Jahren starben über 50% der marinen Wirbellosen, 75% aller Amphibien sowie 80% der Reptilien aus; insgesamt 90-95% aller marinen Spezies, darunter auch die Trilobiten . Auch alle anderen bedeutenden Tiergruppen wurden dezimiert. Nur die Landpflanzen blieben verschont. Als Ursache vermutet man u.a. die zunehmende Vereisung der Pole und damit Veränderung des Klimas.

Pflanzenwelt

An Land ging die Zeit der Siegelbäume, Schuppenbäume und Bärlappgewächse dem Ende zu, dafür erschienen die ersten Koniferen.

Sonstiges

Das Perm beginnt vor ca. 299 Mio. Jahren, und endet vor ca. 251 Mio. Jahren.
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Bildquellen:

  • Abb.1: Herkunft unbekannt (Internet)
  • Abb.2: Paleomap Project, Christoper R. Scotese, http://www.scotese.com/
  • Abb.3: Martin Sauter
  • Abb.4: Herkunft unbekannt (Internet)
  • Abb.5: Martin Sauter
Rechtlicher Hinweis: Die Urheberrechte des Bildmaterials liegen bei den jeweiligen Besitzern der Rechte. Bilder und Texte von mir dürfen unter Angabe meiner Seite und Namen im privaten Rahmen weiterverwendet werden.
© 2010 www.sauti.de

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