Das Quartär
Zeugen der Evolution

Das Quartär - Namensgebung

Die Namensgebung des Quartärs rührt von einer alten Einteilung der Erdgeschichte in Primär- Sekundär- Tertiär- und Quartär-Gebirge her.

Diese Namensgebung ist heute aber nicht mehr geläufig. Erstmals wurde der Name 1760 von Giovanni Arduino benutzt.

Schneebedeckte Berge
Abb.1 Schneebedeckte Berge

Aussehen der Erde

Die Erde im Quartär
Abb.2 Die Erde im Quartär

Diese Karte zeigt die Erde vor ca 18.000 Jahren.

Die Kontinente haben ihre heutige Position fast erreicht. Eis bedeckt während der Kaltzeiten grosse Teile der Welt. Auf dem Bild ist die letzte der grossen Eiszeiten, die Würm Eiszeit, dargestellt. Der Superkontinent Gondwana hat sich gerade gebildet und liegt in der Nähe des Südpols.

Stratigraphie

Äon Era System Serie Stufe
Phanerozoikum Cenozoikum Quartär Holozän
Pleistozän Oberes Pleistozän
"Ionian"
Calabrian
Gelasian

Tierwelt

Das Quartär ist das Zeitalter der Eiszeiten. Dies waren Epochen in denen die Temperatur weltweit um ein paar Grad tiefer lagen als heute. Der Grund für die Eiszeiten ist nicht genau geklärt, man vermutet aber das die Strömungen der Meere sich verlagerten, und dadurch das Weltklima geändert wurde. Eine weltweite Abkühlung von einem Grad kann solch eine Eiszeit auslösen, was einem deutlich macht wie beeinflussbar das Weltklima ist. Die vier grossen Eiszeiten sind nach Flüssen im Voralpenland benannt, die Günz Eiszeit (vor 530.000 Jahren), die Mindel Eiszeit (vor 430.000 Jahre), die Riß Eiszeit (180.000 Jahre) sowie die Würm Eiszeit (vor 20.000 Jahren). Zu diesen Zeiten lagen die Temparaturen in Deutschland im Sommer um den Gefrierpunkt. Aus diesem Grunde haben sich Gletscher von den Alpen und von den Polargebieten bis weit nach Mitteldeutschland geschoben. Dort, wo es Eisfrei blieb (Wie etwa in den Mittelgebirgen der Schwäbischen Alb) siedelten die Menschen in Höhlen, da die Lebensbedingungen hier günstiger waren wie andernorts.

Viele Säugetiere wie das Mastodon, das Mammut und die Säbelzahnkatzen starben aus.

Lebensbild des Mammuts
Abb.3 Lebensbild des Mammuts

Die bedeutendste biologische Entwicklung war das Auftreten der Art Homo. Die älteste Spezies, Homo habilis, entwickelte sich im späten Pliozän aus dem Australopithecus in Afrika vor ca. 2 Millionen Jahren. Daraus entstand Homo erectus vor ca. 1,6 Mio. Jahre, der sich im Pleistozän auch in anderen Erdteilen ausbreitete.

Unterkieferfragment
Abb.4 Unterkieferfragment, non det.
Deutschland
Pfeilspitze aus Feuerstein USA
Abb.5 Pfeilspitze aus Feuerstein
USA

Die Spezies Homo sapiens, zu der alle modernen Menschen gehören, entwickelte sich im mittleren Pleistozän vor 400 000 Jahren. Modernere Formen davon, wie der Homo neanderthalensis, tauchten vor etwas mehr als 100 000 Jahren in der letzten Zwischeneiszeit auf und wurden von Europa bis Asien gefunden. Sie verschwanden vor ca. 35 000 Jahren. Seit damals (35 000 Jahren) kannte man den Homo sapiens sapiens, den heutigen Menschen, der nun die ganze Welt besiedelt.

Stammbaum des Menschen

Pflanzenwelt

Die Flora war der heutigen sehr ähnlich. Evolutionäre Änderungen waren aufgrund des relativ kleinen Zeitintervalls gering.

Sonstiges

Es fand eine globale Ausbreitung des Menschen statt, beginnend mit einer Populationsdichte unter 1 Milliarde Individuen, die bis heute auf über 6 Milliarden anstieg. Kein anderes Lebewesen auf der Erde hat diesen Planeten mehr geformt wie der Mensch. Indem er seine eigene Umwelt schafft, kann er in die Bereiche vordringen, die anderen Lebensformen verschlossen sind; ja sogar in die Lebensfeindlichkeit des Weltraumes kann er vordringen. Es ist schwer vorauszusehen was dem Menschen gefährlich werden könnte, außer er selber. Der Mensch bestimmt heute welche Tier- und Pflanzenarten für ihn nützlich sind und verändert dadurch die Welt. Die Entwicklung des Lebens ist damit in eine andere Dimension eingetreten. Wie es weitergeht liegt nun größtenteils an uns Menschen selber....

Menschen...

Das Quartär beginnt vor ca. 2,588 Mio. Jahren, und dauert bis heute an.
Zurück Zurück

Bildquellen:

  • Abb.1: Herkunft unbekannt (Internet)
  • Abb.2: Paleomap Project, Christoper R. Scotese, http://www.scotese.com/
  • Abb.3: Herkunft unbekannt (Internet)
  • Abb.4: Martin Sauter
  • Abb.5: Martin Sauter
  • Abb.6: Herkunft unbekannt (Internet)
  • Abb.7: Herkunft unbekannt (Internet)
Rechtlicher Hinweis: Die Urheberrechte des Bildmaterials liegen bei den jeweiligen Besitzern der Rechte. Bilder und Texte von mir dürfen unter Angabe meiner Seite und Namen im privaten Rahmen weiterverwendet werden.
© 2010 www.sauti.de

-Anzeige-
Fossilien zum kaufen gibt es bei:
www.fossnet.de